Was ist Aluminium?
Aluminium ist ein silberweißes Leichtmetall. Mit einem Anteil von 7,57 % ist es nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigste Element in der Erdkruste. Aufgrund seiner Eigenschaften als unedles Metall kommt es jedoch fast ausschließlich in gebundener Form vor. In der Werkstofftechnik bezeichnet der Begriff „Aluminium“ alle Werkstoffe auf der Basis des Elements Aluminium. Dazu gehören reines Aluminium (mit einem Aluminiumgehalt von mindestens 99,0 %), hochreines Aluminium (mit einem Aluminiumgehalt von mindestens 99,7 %) und insbesondere Aluminiumlegierungen, die so fest wie Stahl sind, aber nur ein Drittel seiner Dichte aufweisen.
Die weltweite Bauxitproduktion lag im Jahr 2024 bei ca. 420 bis 430 Millionen Tonnen (mt) und stieg 2025 auf bis zu 480 Millionen Tonnen. Die fünf größten Bauxitproduzenten waren:
Zu den weiteren bedeutenden Produzenten zählten Guyana, das im Jahr 2024 1,7 Millionen Tonnen produzierte, sowie die Bauxitbetriebe von Rio Tinto, die im Jahr 2024 58,7 Millionen Tonnen produzierten.
Aluminium gehört zu den Leichtmetallen. Diese werden aufgrund ihrer Eigenschaften in vielen Bereichen der Technik eingesetzt. Aluminiumlegierungen sind Legierungen, die hauptsächlich aus Aluminium bestehen. Nutzen Sie den interaktiven Explorer unten, um die perfekte Legierung für Ihr Projekt zu finden. Klicken Sie auf die Filter-Schaltflächen entsprechend den von Ihnen benötigten Eigenschaften, um Ihre Auswahl sofort einzugrenzen und das richtige Material für Ihre Anwendung zu finden.
Dies ist eine Übersicht über das Bezeichnungssystem für Knetlegierungen aus Aluminium gemäß EN 573-3/4 und EN 1706.
AL AW-Legierung = Aluminium aus Knetlegierungen (AW-Knetlegierungen)
AI AC-Legierungen = Aluminiumgruppe der Gusslegierungen AC (engl. „aluminium cast“)
Darüber hinaus gibt es auch M (Vorlegierung) und B (Blockmetal
AA steht für „Aluminium Association“ und wurde speziell für Aluminium ins Leben gerufen. Es dient weltweit als Grundlage für Aluminiumnormen und Aluminiumbezeichnungen. Es wird durch das Präfix „AA“, gefolgt von vier Ziffern, gekennzeichnet. Die Ziffern lassen sich wie folgt aufschlüsseln:
Erste Ziffer: Hauptlegierungsbestandteil(e)
Zweite und dritte Ziffer: Spezifische Legierungsbezeichnung (die Zahl hat keine Bedeutung, ist jedoch eindeutig)
Vierte Ziffer: Barren (0) oder Gussteile (1, 2).
Die gängigsten Schweißverfahren sind das WIG- und das MIG-Schweißen. Dabei wird die Oxidhaut durch die reinigende Wirkung des Lichtbogens entfernt. Das WIG-Schweißen erfolgt in der Regel mit Wechselstrom, das MIG-Schweißen mit Gleichstrom bei positiver Polarität. Als Schutzgase werden bei diesen Verfahren Argon oder Argon-Helium-Gemische verwendet. Vorteile sind eine höhere Schweißleistung und eine geringere Porenempfindlichkeit , Nachteile sind der höhere Gaspreis und der höhere Verbrauch während des Schweißens. Das früher übliche Gasschweißen hat an Bedeutung verloren, da hier spezielle, aggressive Flussmittel zum Entfernen der Oxidhaut verwendet werden müssen, deren Wirksamkeit mit steigendem Mg-Gehalt abnimmt und deren Rückstände Korrosion verursachen können. Die Entfernung der Flussmittelrückstände ist zudem zeitaufwendig und erfordert besondere Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Dies gilt auch für das manuelle Lichtbogenschweißen mit ummantelten Stabelektroden, da deren Ummantelung aggressive Salze als Flussmittel enthält
Funktionen des Schutzgases
- Erzeugt ein Plasma zur Stromübertragung
- Schützt das Schweißbad vor Reaktionen mit der Umgebungsluft
- Wirkt reinigend und entfernt teilweise das Aluminiumoxid vom Grundwerkstoff (DCEP)
|
Argon |
Helium |
|
Vorteile |
|
|
Gute Lichtbogenentzündung und -stabilität |
Höhere Lichtbogenspannung |
|
Effektivere Abschirmung |
Große Schweißnahtwurzelbreite |
|
Geringere Kosten |
Verringerte Porosität |
|
Gute Reinigung |
|
|
Nachteile |
|
|
Geringe Schweißnahtwurzelbreite |
Mangelhafte Reinigung |
|
Mangelhafte Lichtbogenentzündung und -stabilität |
|
|
Höhere Kosten |
|
|
Erforderlich sind höhere Durchflussraten |
|
Aluminium geschweißt mit Argon
Aluminium geschweißt mit Helium
Sie sind sich nicht sicher, welches Gas Sie für Ihr nächstes (Aluminium-)Projekt verwenden sollen? Mit unserem CERTILAS GasGuide PRO, so wählen Sie immer das richtige Gas für den jeweiligen Einsatz.
- Zusammensetzung des Grundwerkstoffs
- Wärmeeinbringung
- Blechdicke
- Lage der Schweißnaht
- Schweißqualität (Aussehen)
- Aufwand für die Schweißarbeiten (Produktivität)
- Fachkenntnisse des Schweißers
Dies erfolgt durch Schleifen, Fräsen oder Plasmaschneiden. Schleifmittel dürfen nicht kunststoffgebunden sein. Die mechanische Vorbereitung erfolgt in der Regel im Trockenverfahren. Generell ist darauf zu achten, dass der Öffnungswinkel bei Y-Nähten 70° beträgt und dass die Längskanten an der Wurzelseite abgeschrägt sind (gegenüberliegende Seite mit 0,5 mm x 45° abgeschrägt).
Stumpfschweißnähte ohne Stababstand an CrNi-Edelstahl-Auftragschweißungen.
- Bad-Sicherung aus Kupfer
- Bad-Sicherung aus Edelstahl
- Bad-Sicherung aus Keramik
- Bad-Sicherung aus Aluminium (bleibt in einem Teil der Naht zurück)
- Aluminiumprofil, das in das Werkstück eingebaut ist
- Schmelzpunkt 2052 °C; Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit unter oxidierenden Bedingungen
- Gute Verschleißfestigkeit (härtestes Material nach Diamanten)
- Transparentes Material
- Die Oxidschichtdicke nimmt schnell auf bis zu 10 nm (0,000010 mm) zu
- Kann elektrolytisch und chemisch auf bis zu 0,05–0,1 mm anwachsen
- anodische Oxidation
- Verfärbung
- Wenn die Oxidation zunimmt, steigt die Porosität.
- Aluminium als Grundwerkstoff bildet bei Kontakt mit Sauerstoff eine Oxidschicht
- Es weist eine hohe Regenerationsfähigkeit auf
- Wenn die Oxidschicht beschädigt wird, regeneriert sie sich von selbst.
- Das Gleichstrom-WIG-Schweißen von Aluminium mit (-) Polarität und Argon als Schutzgas ist nicht möglich, da der Schmelzpunkt der Oxidschicht bei dieser Polarität hoch ist und die Energie des Lichtbogens daher nicht ausreicht, um die Oxidschicht zu durchbrechen.
- Ein Gleichstrom-WIG-Lichtbogen kann das Grundmaterial schmelzen, jedoch aufgrund der Oxidschicht im Wurzelbereich nicht beide Seiten.
- Aluminium-Grundmaterial bildet eine Oxidschicht, wenn es mit Sauerstoff in Kontakt kommt.
- Die Oxidschicht bildet sich von selbst wieder, wenn sie beschädigt wird.
- Ein Wechselstrom-WIG-Lichtbogen durchbricht die Oxidschicht effizient.
- Die stärkste Oxidschicht weist die Sorte AWS 5356 auf (seewasserbeständig).
- Ist das Aluminium oxidiert, muss diese Schicht vor dem Schweißen entfernt werden (5 mm im Bereich der Schweißnaht).
- Die Tiefe der Naht im Schmelzbad hängt von der Blechdicke ab.
- Ist die Fuge zu flach, kühlt das Schmelzbad zu schnell ab, und es können
- Fehler in der Schweißnaht auftreten.
- Eine zu tiefe Fuge führt zu einer zu breiten Wurzel und einem zu großen Schmelzbad.
- hohe Wärmezufuhr
- niedrige Schweißgeschwindigkeit
- falsche Form der Schweißnaht
| Material Dicke (mm) |
A | B |
| ≤ 1,5 | 10 | 0,2 – 0,5 |
| ≤ 6,0 | 10 - 15 | 1,0 – 2,5 |
| ≥ 6,0 | 10 - 15 | 2,5 – 3,5 |
- Beim Schweißen von I-Verbindungen (I-, U- und V-Nähte) sollten scharfe Kanten mechanisch (z. B. durch Schleifen) entfernt werden.
- Durch das Entfernen der Ecken erhält man eine fehlerfreie Wurzelnaht.
Ursachen für scharfe Wurzelkanten:
- Falsches Nahtprofil
- Poren
- Oxideinschlüsse
- Rissgefahr
| Materialdicke | Schweißnahtvorbereitung | Bemerkung |
| 0,9 - 1,6 mm | Stumpfnaht, Stirnflachnaht, Bördelnaht | |
| ≤ 3,8 mm | Stumpfnaht | Falls keine Trägerplatte vorhanden ist, die von beiden Seiten verschweißt werden kann |
| ≤ 4,8 mm | Stumpfnaht, V-Naht | 1 oder 2 Lagen; falls keine Trägerplatte vorhanden ist, von beiden Seiten schweißen |
| ≤ 6,4 mm | V-Naht | 1 oder 2 Lagen; falls keine Trägerplatte vorhanden ist, von beiden Seiten schweißen |
| ≤ 9,5 mm | V-Naht | 1 oder 2 Lagen; falls keine Trägerplatte vorhanden ist, von beiden Seiten schweißen |
- Der Gasdurchfluss muss höher sein als beim Schweißen von Stahl.
- Die Überstandslänge sollte 10–15 mm betragen (die richtige Länge der hervorstehenden Drahtspitze beträgt 15 × Drahtdurchmesser (mm) bei hohen Parametern und 10 bis 12 × Drahtdurchmesser (mm) bei niedrigen Parametern).
- Der Brennerwinkel muss beim Anstechen 60–80° betragen
- Schweißen im Schrittverfahren, d. h. Schritt für Schritt schweißen
- Verwenden Sie keine alten Schweißzusätze (älter als ein halbes Jahr)
- Wählen Sie die richtige Nahtform
- Die beste Art der Nahtvorbereitung besteht darin, dass der Schweißer eine Schmelzbadfusion einsetzt, um die Naht zu sichern
- Bei Materialdicken von mehr als 8,0 mm wird eine Vorwärmung empfohlen
Beim Schweißen von Aluminium sollte der Brenner immer gerade oder in einem leicht steilen Winkel von 60–80° geführt werden.
- Saubere Schweißnaht, keine Rauchrückstände auf der Oberfläche
- Gute Gasabschirmung
- Bessere Schweißnahtform
Beim „Schritt“-Schweißen wird die Schweißnaht zweimal aufgeschmolzen, wodurch die Gase mehr Zeit haben, aus dem Schweißbad zu entweichen.
- Geringere Porosität
- Bessere Gasabschirmung und geringere Oberflächenoxidation
- Optisch ansprechendere Schweißnaht
Die Hauptursache für die Porenbildung im Schweißgut ist der plötzliche Rückgang der Gaslöslichkeit während der Erstarrung. Dabei spielt Wasserstoff eine besonders wichtige Rolle, da der vorhandene Sauerstoff an Al2O3 gebunden ist und Stickstoff Aluminiumnitrid bildet. Die abnehmende Gaslöslichkeit führt zur Ausfällung submikroskopischer Gasblasenkeime, die durch weitere Gasaufnahme wachsen und in der Schmelze nach oben steigen. Bei hohen Schweißgeschwindigkeiten und einer schnellen Erstarrung des Schweißbads ist die Entgasung erschwert, wodurch sich Poren im Schweißgut bilden. Die Quellen für Wasserstoff sind vielfältig und hängen unter anderem vom Material des Schutzgasschlauchs ab. Da der Unterschied im Wasserdampfpartialdruck zwischen der Umgebungsluft und dem Schutzgasstrom beträchtlich ist, kann Feuchtigkeit relativ leicht durch Diffusion in das Schutzgas und den Lichtbogen gelangen.
Im Allgemeinen ist das Porenproblem beim MIG-Schweißen größer als beim WIG-Schweißen, da beim relativ ruhigen WIG-Verfahren weniger feuchte Umgebungsluft in die Schutzgasatmosphäre eingewirbelt wird.
- Oberflächen von Grund- und Zusatzwerkstoff reinigen und trocknen
- Vorbehandlung durch Schleifen, Bürsten, Beizen, Entfetten
- Ruhiger Lichtbogen und ruhige Brennerführung
- Turbulenzfreier Schutzgasstrom mit korrekter Dosierung und Reinheit
- Groß dimensionierte und saubere Schutzgasdüse
- Schlauchleitung kurz halten
- Brenner mit geschlossenem Kühlsystem verwenden
- Vor dem Schweißen ausreichend lange spülen
- Wurzelschutz vorsehen
- Wenn möglich, in der Schweißlage PA oder PF schweißen. Die Schweißlagen PC und PE vermeiden
Es besteht die Gefahr einer erhöhten Rissbildung während der Erstarrung und des Schwunds. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Legierung einen großen Erstarrungsbereich und niedrigschmelzende Korngrenzen aus Eutektika aufweist. Die Rissneigung hängt stark von der Legierungssorte ab und muss daher bei der Auswahl des Schweißzusatzwerkstoffs stets berücksichtigt werden. Die Tabelle zeigt die Bereiche, in denen Heißrisse auftreten können, sowie die empfohlenen Mindestgehalte an Silizium, Kupfer und Magnesium im Schweißzusatzwerkstoff für einige Legierungstypen. Der Bleigehalt in Aluminium sollte stets so gering wie möglich sein. Endkraterrisse lassen sich durch ein in moderne Schweißgeräte integriertes Endkrater-Füllprogramm oder durch das Anschweißen einer zusätzlichen Auslaufplatte vermeiden. Risse in der Nahtwurzel sind häufig auf Aluminiumoxide zurückzuführen und lassen sich durch eine Fase an der unteren Platte verhindern.
Legierungen dieser Zusammensetzung lassen sich durch Aushärten auf eine hohe Festigkeit bringen und gelten als sehr rissanfällig: Das Schmelzschweißen ist daher je nach Kupfergehalt nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang möglich.
Je nach Zusammensetzung neigt diese Legierung im Allgemeinen zur Rissbildung, weshalb kein Schweißzusatzwerkstoff desselben Typs verwendet wird, sondern die Schweißarbeiten mit CEWELD AISi5 gemäß EN ISO 18273 durchgeführt werden. Soll das Werkstück nach dem Schweißen eloxiert werden, wird jedoch CEWELD AIMg3 als Schweißzusatzwerkstoff verwendet. Werden hohe Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften gestellt, sollte der Schweißzusatzwerkstoff CEWELD AIMg4,5Mn gewählt werden.
AIZnMg-Legierungen sind aushärtbar und neigen aufgrund des Gehalts an Legierungsbestandteilen dazu, beim Schweißen Risse zu bilden; daher ist ein Schweißen derselben Art nicht möglich. Die Legierung AIZn4,5Mg1 gilt als gut schweißbar. Standardmäßig werden die nicht aushärtbaren Legierungen CEWELD AIMg5 oder CEWELD AIMg4,5Mn verwendet.
Die jeweilige Zusammensetzung dieser Legierungen ist entscheidend für ihre Rissanfälligkeit. AIMg-Legierungen weisen bei einem Magnesiumgehalt von 1,2 % die höchste Anfälligkeit für Heißrisse auf, während AISi-Legierungen bei etwa 0,75 % Silizium die höchste Anfälligkeit für Heißrisse zeigen. Als Faustregel gilt, dass höherlegierte Schweißzusätze in der Regel widerstandsfähiger gegen Risse beim Schweißen sind. Der Schweißzusatz ist daher mit 2 % Silizium bzw. 3,5 % Magnesium in jedem Fall deutlich überlegiert. Weitere Verbesserungen der Schweißsicherheit lassen sich durch die Zugabe von Mangan oder Chrom erzielen, wodurch AIMg4.5Mn hinsichtlich der Schweißbarkeit vorteilhafter ist als die AIMg-Sorten. Ist eines der Werkstoffe eine Magnesiumlegierung, orientiert sich der Schweißzusatzwerkstoff daran.
Eine direkte Verbindung dieser Werkstoffe mittels Lichtbogenschweißen lässt sich nicht mit akzeptablem Ergebnis erzielen. Die Hauptgründe hierfür sind:
- Die Unterschiede in den Schmelzpunkten sind zu groß (> 800 °C). Diese Situation wird durch die Unterschiede in der spezifischen Wärme, der Schmelzwärme, der Wärmeleitfähigkeit usw. noch verschärft.
- Die Benetzbarkeit von Aluminium auf Eisen ist schlecht.
- In Aluminium gelöstes Eisen kann durch die Bildung einer spröden FeAl₃-Phase zu einer Versprödung führen. Auch AlNi-Legierungen weisen einige intermetallische Phasen mit weniger geeigneten Eigenschaften auf.
Unähnliche Verbindungen zwischen diesen Legierungen werden daher in der Regel mit einem Zwischenstück aus Bimetall oder Trimetall, sogenannten „Einsätzen“, geschweißt, das zwischen dem Aluminium und der Ni- oder Fe-basierten Legierung platziert wird. Diese Einsätze werden in der Regel durch Explosionsschweißen hergestellt. Um ein Durchschmelzen des Einsatzes beim Schweißen auf der Fe/Ni-Seite zu vermeiden, muss der Einsatz dick genug sein. Je größer die Unterschiede in den Schmelzpunkten sind, desto dicker muss der Einsatz sein.
Das Schweißen erfolgt dann mit Schweißzusätzen, die für die gewählte Materialkombination geeignet sind. Die mechanischen Eigenschaften der Verbindung sind dann mit denen der Aluminiumseite vergleichbar.
Gute Ergebnisse wurden beim Einsatz des GTAW-Verfahrens erzielt, bei dem die Stahlseite mit AI-Bronze beschichtet und anschließend mittels MMA-Verfahren mit der Aluminiumseite verschweißt wurde. Auch durch Galvanisieren lässt sich auf der Stahlseite eine Beschichtung aus Ni, Zn oder Cu (ca. 50 Mikrometer) aufbringen, was jedoch aufgrund der Anfälligkeit der Beschichtung weniger sicher ist.
Legierungen aus Kupfer und Aluminium weisen einige sehr spröde intermetallische Phasen auf (CuAl₂ , CuAl, Cu₃Al₂), was das Schweißen dieser Legierungen sehr erschwert. Dennoch wurden sowohl das SAW- als auch das GTAW-Verfahren zur Herstellung großer elektrischer Kontaktstücke eingesetzt.
Das SAW-Verfahren wurde für Dicken zwischen 12 und 20 mm eingesetzt. Dabei kam ein kryolithreiches Flussmittel in Verbindung mit AI-Draht zum Einsatz. Die Längsachse des Drahtes wurde um etwa das 0,5-Fache der Dicke der Kupferplatte zur Kupferseite hin versetzt. Das GTAW-Verfahren wurde für dünnere Werkstücke in einer tulpenförmigen Verbindung unter Verwendung von Aluminiumstäben eingesetzt. Die Stäbe wurden so zugeführt, dass eine minimale Verwässerung von der Kupferseite her erreicht wurde. Die Galvanisierung der Kupferseite (ca. 50 Mikrometer) mit Ag, Sn, Zn und insbesondere Ni sorgt für eine verbesserte Benetzbarkeit auf dieser Seite und verbessert somit das Gesamtergebnis des Schweißvorgangs..